KÄLTETECHNIK / LEBENSMITTELVERARBEITUNG

Grevenbrock Kältetechnik

Ein ganz normaler Überseecontainer. Damit hat alles angefangen: Ein Bäcker brauchte als Übergangslösung kurzfristig Kühlkapazitäten. Klassisch bauen kam da nicht in Frage. Also was tun? Hubert Grevenbrock, Kälteanlagenbaumeister aus dem westfälischen Velen im Münsterland, griff zum Container, installierte hochwertige Kelvion-Kältetechnik, isolierte den genormten Stahlkasten, kleidete ihn mit Edelstahl aus und verlegte Strom- und Wasseranschlüsse. Fertig war die autarke „Kühlbox“, die dann per LKW Huckepack zum Kunden transportiert und binnen Minuten in Betrieb genommen wurde. Was ursprünglich als Provisorium gedacht war, ist – technisch weiterentwickelt – mittlerweile zum Alleinstellungsmerkmal der Grevenbrock Kältetechnik GmbH & Co. KG erwachsen.

Der klassische Standardcontainer hat eine Außenbreite von 2,5 Metern. Das war in der Vergangenheit das einzige begrenzende Größenmaß für Anwendungen. Die Standardlängen von drei, sechs und zwölf Metern ließen sich dank moderner Metallschneidetechnik individuell kürzen – auf den Zentimeter genau. Aber selbst das Breitenmaß hat heute kein Bestand mehr. Denn mittlerweile flanscht Grevenbrock bis zu drei Container-Rahmen nebeneinander, wodurch die Breite auf 7,5 Meter anschwillt – das XXL-Format, mehr lässt sich per Tieflader nicht transportieren. Die Raumaufteilung im Inneren sowie die kältetechnische Konfiguration sind individuell, ebenso die Anzahl und Art der Türen. „Es gibt nicht zwei Container, die wir identisch gebaut haben“, sagt Grevenbrock, der jedes Jahr gut 50 Kühlcontainer maßschneidert – und das seit Jahrzehnten.

90 Prozent seiner Kunden sind Bäcker, die ganz besondere Kälte-Anforderungen haben. Teigrohlinge sind ein sensibles Gut, die bei falscher Kälteführung schnell austrocknen, eine Haut ausbilden und nicht mehr zu gebrauchen sind. Die Grevenbrock Kältetechnik, 1974 vom Vater gegründet, zählt zu den wenigen Fachbetrieben am Markt, die Kälteanlagen für Bäckereien planen und bauen. Das Wissen, wie der Kälteluftstrom geleitet werden muss, damit er die Stikkenwagen mit den Rohlingen drauf ideal umspült, hat Hubert Grevenbrock einfach in den Containerbau transferiert: Die Kelvion-Deckenluftkühler DE professional blasen die Kälte durch einen abgehängten Hohlraum auf die ihnen gegenüberliegende Seite, wo der Primär-Luftstrom über eine Zwischenwand Richtung Boden geleitet wird und dort sanft ausströmt. Trotz der geringen Temperaturdifferenz am Verdampfer wird durch die große Oberflächen- und Luftleistung des DE Deckenluftkühlers eine kontinuierliche und kontrollierte Luftfeuchte erzeugt, die dafür sorgt, dass die Teiglinge nicht verhauten.  – Genial.

Auch wenn die Kühlcontainer aus dem Münsterland mittlerweile zur Getränkekühlung in zahlreichen Fußballstadien der Bundesligaklubs wie Dortmund, Stuttgart, Schalke, Kaiserslautern oder Bochum stehen und auch andere Branchen bin hin zu Unikliniken zum Kühlen von Blutplasma mittlerweile auf den Container kommen: das Gros sind und bleiben expansionswillige Bäckereien, die Kühlräume ganz bewusst dauerhaft „auslagern“. Ein einzelner Standardcontainer kann in eine Kühlzelle, einen Gärunterbrecher und eine TK-Raum untergliedert werden und somit die komplette notwenige „Kühlkette“ abbilden. Mehrere Container nebeneinander können separat ein- oder ausgeschaltet werden und bedarfsgerecht bei Produktionsspitzen zugeschaltet werden. Das spart Energiekosten, hält aber vor allem das Investment in die Kältetechnik in einem überschaubaren Rahmen.

„Wer mehr Kühlfläche braucht, kann Container um Container erweitern, anstatt räumliche Kapazitäten auf Zuwachs zu bauen“, sagt Grevenbrock. Ein durchaus gewichtiger, aber nicht der einzige Vorteil. Die Kühlcontainer können jederzeit versetzt werden, wenn beispielsweise die Produktionsfläche erweitert wird. Ein fest installierter Kühlraum müsste hingegen weichen und neu gebaut werden. Und: Jeder Container ist kältetechnisch völlig autark. Fällt einer aus, arbeiten die anderen verlässlich weiter. Das schafft Redundanzen, die Produktionssicherheit gewährleisten.

Der Zusammenbau der Einzelelemente zu einem großen Kühlraum erfolgt ebenso wie die Aufstellung eines Standardcontainers durch Grevenbrocks Spezialisten am Firmensitz in Velen-Ramsdorf. Der gesamte Containerausbau von der verschweißten, als Wanne gekanteten Bodenverkleidung in 4 mm dickem Edelstahl, den V2A-Stahl-Luftleitblechen, die die Kälte bis auf Bodenniveau führen, dem Einbau der Kältemaschinen und Kelvion-Verdampfer, bis hin zu den individuell wählbaren Schiebe-, Doppelflügel- oder Standardtüren mit Links- oder Rechtsanschlag, der Innenbeleuchtung und der gesamten elektronischen Steuerung findet in den eigenen Werkhallen statt.

Die Kühlcontainer sind nicht nur in Deutschland, sondern überall in Europa, von Zypern bis Norwegen, gefragt. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig: Grevenbrock-Container können als Normalkühlraum, Sahne-Klimaraum, Lager- oder Schockfroster, halb- und vollautomatischer Gärunterbrecher und „Saugschocker“ ausgerüstet werden. Bei einer solchen Bandbreite spielt neben der Verarbeitung die Qualität der Komponenten die entscheidende Rolle.

Für Grevenbrock gibt es keine Alternative zum Einsatz hochwertiger Kältemaschinen und Kelvion-Verdampfern der Küba Produktlinie. „Gerade bei den Verdampfern ist Zuverlässigkeit das absolute Muss. Die SG-Klasse von Kelvion setzt da Maßstäbe. Wir verbauen ausschließlich Kelvion-Verdampfer, weil es nichts Besseres gibt“, sagt Grevenbrock. Anders könnte er nicht ruhigen Gewissens 60 Monate Garantie geben. Die gesamte Lebensdauer der Container liegt bei 25 bis 30 Jahren, schätzt Grevenbrock, der auf der Südback in Stuttgart 2017 im September zwei Container mit Kelvion DEBE 083 D-Verdampfern präsentierte, die mit dem neuen Kältemittel 449 A arbeiten.

Vor zwei Jahren hat Grevenbrock seine neueste Container-Kreation für Bäckereikunden vorgestellt: Die Drive-in-Bäckerei als mobile Einheit mit WCs für Personal und Kundschaft samt einem Café. Das ist die konsequente Weiterentwicklung der Container-Kühlzelle, mit elektrisch versenkbaren Panoramascheiben aus Panzerglas. „Wir statten die Drive-in-Bäckerei entsprechend den Vorgaben der Ladenbauer aus und liefern sie schlüsselfertig zum gewünschten Standort. Eine absolut autarke Einheit, die nur Strom, Wasser- und einen Abwasseranschluss benötigt. Und falls der gewählte Standort sich im Nachgang als nicht ganz so geeignet herausstellt, nimmt man die Drive-In-Bäckerei an den Haken und sucht sich einen besseren Standort“, skizziert Grevenbrock die unschlagbaren Vorteile.

"Wir verbauen ausschließlich Kelvion-Verdampfer, weil es nichts Besseres gibt."

Hubert Grevenbrock, Kälteanlagenbaumeister

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